Das sind im Falle des Christivals sicher nicht evangelikale Christen, sondern - wie üblich, wenn sie in Erscheindung treten - die gewalttätigen linken Autonomen. Es ist wirklich schade, dass die Linke in Deutschland dieses Geschwür nicht mehr los wird. Im Gegenteil, mich beschleicht das Gefühl, dass die Autonomen immer stärkeren Einfluss nehmen. Vielleicht liegt es an der kollektiven Langeweile und der reinen Abenteuerlust in einer Luxusgesellschaft, vielleicht auch an Perspektivlosigkeit und dem Fehlen von Idealen, dass mehr junge Menschen dazu bereit sind sich sinnloser Gewalt hinzugeben.
Homo- und Heterosexuelle Linke übrigens, die glauben für alle Homosexuellen und ihre Rechte in Deutschland zu sprechen, möchte ich entgegen halten, dass es mindestens so viele konservative und unpolitische wie linke Homosexuelle gibt.
Mit einem meiner engsten schwulen Freunde habe ich 2002 einige Male wild darüber diskutiert, wie er sich - als Schwuler - zur Bundestagswahl nur für Edmund Stoiber entscheiden könne. Er begründete das damit, dass ihm die Rechte der Homosexuellen herzlich egal seien, es gebe wirklich Wichtigeres. Er wähle den Politiker, von dem er glaube, dass er das Land am besten voranbringen könne.
Und mit dieser Ansicht war er unter Homosexuellen nicht alleine. Damals hat mich das ziemlich überrascht.
Presseberichte zum Thema:
- jesus.de:
HuK-Pressekonferenz: „Evangelikal ist nichts Schlimmes“
- Frankfurter Rundschau:
Übergriffe auf Christival
- Linie eins:
Christival-Gegner demonstrieren vor Kirche
- Frankfurter Rundschau:
Autonome stören Glaubensfestival
- idea:
Huber: Evangelikale in Deutschland sind keine Fundamentalisten
Monday, May 5. 2008 at 13:11 (Reply)
Ich habe übrigens Linksextreme (= in Ö leider großteils Mitglieder der Sozialistischen Jugend oder der Grünen Alternativen Jugend, also nicht irgendwelcher Splittergruppen) ein paarmal live bei Veranstaltungen der österreichischen Lebensschutzorganisation "Jugend für das Leben" erlebt: also wenn es gewaltbereite, verbitterte, dabei noch ganz junge Menschen voller Hass und Hoffnungslosigkeit gibt, dann waren die das. Ich hatte aber immerhin mal ein ganz gutes Gespräch mit einem Mädchen aus der Gruppe - aber natürlich geht das im Kollektiv nicht, die wollen (ihr Verhalten zeigte es) alles einfach vernichten , was nicht nach ihrem Geschmack ist - diskutieren zwecklos.
Wednesday, May 7. 2008 at 17:43 (Link) (Reply)
das habe ich mich auch immer gefragt.
ich glaube auch, das ist meine erfahrung, dass viele im einzelgespräch so reagieren wie bei dir. ich denke viele wissen auch nur ganz diffus bescheid, was hinter christlichen aktivitäten, wie z. b. dem christival wirklich steckt.