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In den USA gibt es einige sehr allgemeine Gemeinde-Trends zu beobachten, die unter den vielen Entwicklungen und neuen Ideen hervorragen, und sich weit verbreitet haben und die Struktur, Aufbau, Spiritualität und Kulturrelevanz der Gemeinden betreffen:
- Die entgegen allen Unkenrufen immer noch boomenden und wachsenden Megachurches
- Die Multi-Site-Churches, denen sich ebenfalls immer mehr Gemeinden anschließen, um eine strukturelle Weiterentwicklung der eigenen, wachsenden Gemeinde zu ermöglichen
- Die Emerging Church-Bewegung, zu der sich inzwischen eine nicht mehr zu überschauende Anzahl von Gemeinden (mehr oder weniger) bekennt
Zuerst ist es wichtig zu verstehen, dass alle drei "Trends" natürlich nicht einander ausschließen, sondern stattdessen gegenseitig ergänzen und sich teilweise sogar bedingen. Es ist deshalb gut möglich, dass eine Megachurch sich der Emerging Church-Bewegung verbunden fühlt haben und sich zudem Multi-Site strukturiert hat.
So ist also eine strikte Abgrenzung aller drei Bereiche nicht möglich. Das liegt am Wesen der drei Trends. Sie greifen nämlich in völlig unterschiedlichen Umgebungen. Emerging Church bspw. beschäftigt sich aus neuer Sicht mit Kulturrelevanz und Mission, während Multi-Site strukturellen Problemen neue Aspekte hinzufügen möchte (dadurch aber auch neue missionarische Impulse setzt). Megachurches hingegen sind Mini-Gesellschaften, Subkulturen und Parallelwelten, die eine christliche Antwort auf wachsende kulturelle und gesellschaftliche Unsicherheiten darstellen.
Alle drei Bereiche werden hier in den nächsten Wochen einigen kurzen Betrachtungen unterzogen, die sich vor allem kritisch mit den daraus resultierenden Auswirkungen und Möglichkeiten für Deutschland beschäftigen.
Wednesday, February 27. 2008 at 19:57 (Reply)
Thursday, February 28. 2008 at 13:59 (Link) (Reply)
Thursday, February 28. 2008 at 15:36 (Link) (Reply)
ich bin tendenziell auch sehr skeptisch, und mit "trends" auch eher vorsichtig, aber andererseits kommen gerade im geistlichen bereich seit jeher viele gute impulse aus den staaten, die für die kirchen in deutschland hilfreich waren und in zukunft noch viel mehr sind.
das gilt für alle kirchen, denn unter den oben genannten strömungen sind sehr viele arten von kirchen vertreten, nicht nur die, die man in deutschland als freikirchen kennt, sondern auch katholische und klassische protestantische gemeinschaften.
und da für mich der kern unseres glaubens ein fester, unveränderlicher Pol ist, macht es mir auch nicht viel aus, neue geistliche formen kennenzulernen.
Thursday, February 28. 2008 at 22:22 (Reply)
@Franics: Hilfreich vielleicht. Aber meist halt nur ein Trend.
Saturday, March 1. 2008 at 00:03 (Link) (Reply)
ich glaube auch, dass es in europa ne menge dinge zu entdecken gibt. es ist nur schwieriger zu erfassen. in den usa fällt es aber leichter das zu entdecken, weil die gemeinden dort viel mehr bedeutung und evangelistischen erfolg haben als hier, und "trends" somit leichter auffallen und als adaptierenswert eingestuft werden.
Saturday, March 1. 2008 at 00:57 (Reply)
Sunday, March 2. 2008 at 13:41 (Link) (Reply)