Auch wenn ich der
Emerging Church-Bewegung und den Diskussionen darüber bisher nicht allzu viel abgewinnen kann, und vieles noch immer nicht wirklich verstehe, wäre ich doch gerne bei einem der Studientage dabei gewesen, um vielleicht in persönlichen Begegnungen einen besseren und verständlicheren Zugang zu dem Thema zu bekommen.
Weil es leider nicht geklappt hat, hier zur Vollständigkeit wenigstens ein paar nachgereichte Links zu interessanten Berichten über die Studientage in Marburg und Hamburg und dem Forum in Erlangen:
Das alles zu lesen/zusehen/zu hören war zwar sehr interessant, aber es scheint nicht wirklich brauchbar für den praktischen Einsatz in der Gemeinde.
Dabei geht es nicht mal so sehr um konkrete, umsetzbare Programme, denn um die soll es ja gerade nicht gehen. Danny schreibt es ganz gut in seiner Zusammenfassung des Marburger Studientags: "
Die Diskussion in Deutschland ist gezwungen, praktische Auswirkungen zu haben [...]".
Und da hapert es gerade noch sehr. Praktische Beispiele, Dinge, die die Bewegung greifbar machen, fehlen. Es gibt immer wieder Hinweise auf Projekte, die anders sein könnten, in denen eine neue Kultur des Denkens entsteht, die aber oft eher als alter Wein in neuen Schläuchen auftreten.
Da Bewegung denkt ungemein viel nach und diskutiert reichlich, und das ist schön und wichtig, aber ein bisschen mehr Praxiswert als
Dan Kimballs Buch sollte die "Emerging Conversation" in Deutschland schon hervorbringen.
Wenn sie das nämlich nicht tut, ist es unverständlich, warum Zeit und Geld in eine "Conversation" investiert wird, die nicht bis zur Etablierung einer neuen Kultur in unseren Gemeinden heruntergebrochen werden kann (bloßes Ausschließen von Christen, die "nur" modern sind, klingt für mich irgendwie inakzeptabel).
Und es ist zu vermuten, dass das vielen so geht, die als nicht Diskutierende, als nicht Intellektuelle etwas über diese(s) neue Conversation/Bewegung/Konzept lesen.
Im Endeffekt riecht es von "außen" viel mehr nach einer Debatte einer theologisch ausgebildeten Gruppierung, die über Dinge diskutiert, bei denen sich "Normalchristen" fragen (wenn sie bei dem Thema überhaupt so weit kommen, dass sie fragen), welche praktische Relevanz das alles denn jetzt für die Gemeinde, die MIssion und das eigene geistliche Leben hat.
Saturday, December 8. 2007 at 09:39 (Link) (Reply)
Du stellst viele gute und wichtige Fragen, es ist eine der großen Aufgaben der "emerging conversation" bzw. von Emergent Deutschland, Antworten auf die Fragen zu finden und zu formulieren.
Ich glaube es gibt in Deutschland schon an vielen Orten praktische Auswirkungen dieser conversation, auch wenn die oft gar nicht mit dem Namen "emerging" gelabelt werden.
Und auch theologische Fragen können konkrete Auswirkungen haben, z.B. die Frage, ob es dass Ziel ist, dass wir die Leute aus der Welt in die sichere Gemeinde holen oder ob wir als Gemeinde einen Auftrag in der Welt haben, der darüber hinaus geht Seelen aus dem Fegefeuer zu retten.
Tuesday, December 11. 2007 at 11:08 (Link) (Reply)
es wäre sehr interessant, mehr darüber zu lesen. praktisches hilft im verständnis sehr.
"ob wir als Gemeinde einen Auftrag in der Welt haben, der darüber hinaus geht Seelen aus dem Fegefeuer zu retten."
ich bin ganz dieser ansicht, aber ob das jetzt gleich eine neue bewegung ausmachen muss?!