Bert Hellinger stiehlt Jürgen Fliege bei "Um Gottes Willen - Liebe?" doch tatsächlich die Show, indem er den Teufel verneint und Gott die KZ-Verbrechen anlastet. Glückwunsch, der Gurken-Award des Kirchentags ist damit erwartungsgemäß unter der Führungsriege der Vortrags- und Diskussionsgurken vergeben worden - wobei es schon eine Überraschung ist, dass Fliege nicht in Höchstform war.
Mir fällt auf, dass man locker die Hälfte aller Veranstaltungen und Stände wegstreichen kann, ohne dass Gott auf dem Kirchentag auch nur ein einziges mal weniger erwähnt wird.
Ich stelle fest, dass Bionade wohl zum Getränkeausstatter des Kirchentags mutiert ist. Andere Getränke sind praktisch nicht zu bekommen (mal abgesehen von Wasser).
Die Freikirchen sind leider nur sehr sehr spärlich vertreten. Programmtechnisch wurde fast nichts beigetragen, gefragte Redner sind freikirchliche Pastoren und Persönlichkeiten auch nicht.
Selbst die evangelikalen Landeskirchler treten kaum in Erscheinung (abgesehen von Parzany, zu einem
sehr dezenten Thema). Lediglich die Verlagsstände und die Medienhalle (idea, PRO, ERF etc.) bieten einige auffälligere evangelikale Impressionen.
In der Medienhalle kann man außerdem - sehr versteckt - ganz "offiziell"
für den Kirchentag bloggen, was völlig belanglos ist (wie die Blogs eindrucksvoll beweisen, die auf der Seite aufgeführt sind).
Zwar sind auf dem Kirchentag kaum Freikirchen vertreten, aber im Umfeld sind natürlich einige freikirchliche Evangelisationen am Start. Ob man es ihnen als Landeskirche das übel nehmen muss, weiß ich nicht, obwohl natürlich schnell klar wird, wenn man einen Tag auf dem Kirchentag verbracht, warum sie es tun und warum es notwendig ist. U. a. veranstaltete parallel zum Kirchentag
Youth Alive, die Jugendarbeit des BFP, die Konferenz
Passion 07.
Im musikalischen Bereich allerdings herrscht ein anderes Bild vor. Es sind ungemein viele Bands dabei, die aus dem freikirchlichen Umfeld stammen. Das dürfte wohl daran liegen, dass die Landeskirche vergleichbare "hippe" Musik einfach nicht zu bieten hat, um die Jüngeren bei der Stange zu halten (bzw. die meisten jungen christlichen Musiker einfach aus dem freikirchlichen Bereich stammen). Wer will denn schon den Kirchenchor Wiesenfeld oder den Posaunenchor Friedelhausen hören?
Saturday, June 9. 2007 at 12:06 (Link) (Reply)
Ansonsten würde ich einen Auftritt des Würgendorfer Lautenchors begrüßen.
Sunday, June 10. 2007 at 01:43 (Link) (Reply)
und wie?! du traust der idea nicht?! affront! wie kannst du nur?! du ... du ... falscher evangelikaler, du!
Sunday, June 10. 2007 at 14:38 (Link) (Reply)