Die
aktuelle US-Ausgabe des
Time-Magazines hat in dieser Woche das Thema "Why we should teach the bible in public school" mit dem vieldeutigen Zusatz "(But very, very carefully)" zum Titel auserkoren. Den dazugehörigen Artikel gibt es
hier online. [
via]
Es geht nicht darum, den Religionsunterricht auszuweiten, sondern vielmehr anzuerkennen, dass eine vernünftige Kenntnis biblischer Inhalte der Schlüssel zu großen Teilen der Geschichte, des Weltwissens, der Kunst und Kultur und der Sprache ist.
Wenn Nicht-Christen damit aufhören, sich mit der Bibel auseinanderzusetzen weil sie als religiöse Schrift heutzutage bedeutungslos erscheint, dann fehlen diesen Menschen bald wichtige Bausteine zum Entschlüsseln der Welt und ihrer großen Themen.
Das wird vor allem dann offenbar, wenn man bedenkt, dass z. B. ungemein viele Kunstwerke aus allen Epochen ohne eine grundlegende Kenntnis der Bibel und ihrer Inhalte schlicht nicht mehr verstanden werden können.
Davon abgesehen ist es für sehr viele Menschen ein sehr persönliches, lebensverändertes Buch, das nicht nur einzelne Leben, sondern gesamte Gesellschaften tiefgreifend beeinflusst hat.
Dies nachzuvollziehen und in seinen Ursprüngen zu verorten ist ohne ein - zumindest grundsätzliches - Bibelwissen nicht mehr möglich.
Im Grunde also ein Thema, das weit über die USA hinausgeht und auch hier in Deutschland - jenseits aller Religions- und Glaubensdebatten - auf die Tagesordnung der Bildungspolitik gehört.
Stattdessen schaffen wir hier mehr und mehr auch noch den Religionsunterricht ab. Ein fatales Signal.
Über bodenpersonal
Mein Amazon-Wunschzettel
=> Was ist ein RSS-Feed?