"The God Delusion" scheint so langsam zur neuen ... äh ... Bibel des Atheismus zu werden. Der Bestseller (wochenlang auf der New York Times-Liste) des britischen Zoologen Richard Dawkins wird laut des Humanistischen Pressediensts wohl im Herbst 2007 in Deutschland erscheinen.
Die besprechen es denn auch bereits mit großer Freude und preisen es als
das mitunter beste religionskritische Buch, das es gibt an. Aber sogar in
dieser Rezension, die ja aus Kreisen stammt, die dem Atheismus eine zunehmend aggressive Rhetorik verleihen, kommt an einigen Stellen Kritik darüber durch, wie platt, klischeebehaftet und angriffslustig das Buch inhaltlich doch daherkommt.
Das schimmert auch bei den Rezensionen von
Standard:
[Im Buch]
erklärt der gottlose Prediger, warum es keinen Gott braucht, um ein guter Mensch zu sein, und führt seitenlang Belege dafür an, warum die Religion umgekehrt keine so gute Sache für die Welt ist, und erinnert an all die Verbrechen, die im Namen der Religion und des religiösen Fundamentalismus begangen wurden.
und
Deutschlandfunk durch:
"The God Delusion" ist ein fast schon missionarisches Plädoyer für einen aufgeklärten Atheismus. Am liebsten würde Richard Dawkins durch dieses Buch gläubige Menschen vom Sinn eines Lebens ohne Gott überzeugen. Das aber gelingt ihm nicht, da er nirgends eine Brücke schlägt zur Religiosität. Weil ihm die Achtung vor dem Glauben fehlt, schockiert er mit starken Worten gleich zu Beginn alle Gottgläubigen.
Aber vermutlich wird es trotzdem ausreichen, dass es massenhaft Leser in Deutschland finden wird, die dann bei jeder Glaubens- oder Religionsdiskussion mit irgendwelchen Zitaten aus dem Buch auffahren.
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