Der Bericht in der letzten Ausgabe ("Gottes Wort und Teufels Einfluß", vom 03.12.06) der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung war tatsächlich
sehr lesenswert und erstaunlich gut recherchiert.
Besonders gut gefallen hat mir dieses knackige Porträt der evangelikalen Szene:
Evangelikalismus und Fundamentalismus sind in Deutschland keineswegs dasselbe, auch wenn es Überschneidungen gibt. Die evangelikale Bewegung ist eine besonders fromme, wertkonservative Strömung, die die Bibel als Anleitung für den Alltag begreift und einen "lebendigen Glauben" postuliert. Insgesamt gibt es schätzungsweise 1,3 Millionen evangelikale Christen in Deutschland. Dazu zählen Mitglieder der etablierten Freikirchen (wie Baptisten und Mehtodisten), der moderne Pietismus (mit eigenen Zusatzstrukturen innerhalb der Volkskirche), sonstige engagierte, theologisch konservative Protestanten innerhalb der Landeskirche (die sich vielleicht in Hauskreisen organsieren) sowie eine ganze Reihe jüngerer autonomer Gemeinden und charismatischer Gruppen, für die der Heilige Geist und die Erfahrung Gottes von zentraler Bedeutung sind. So jedenfalls beschreibt Hartmut Steeb das Spektrum innerhalb der Deutschen Evangelischen Allianz, einer Art evangelikalen Dachverbands. Und Steeb, 53 Jahre alt, zehn Kinder, Landeskirchler mit pietistischen Wurzeln, ist seit 18 Jahren Generalsekretär dieser Allianz.
Noch fragen?
Über bodenpersonal
Mein Amazon-Wunschzettel
=> Was ist ein RSS-Feed?