Es ist sehr schade, dass die einzige christliche Position, die in der Öffentlichkeit noch als "radikal" wahrgenommen wird,
die Sache mit dem Sex ist. Ist wohl so in einer voll durchsexualisierten Welt, in der alles irgendwie nackt ist. Da fehlt die Vorstellungskraft für das Besondere am Sexuellen, und für den Wert von Verzicht und Geduld.
Aber irgendwie wird dabei immer ein anderes, viel wichtigeres und zentraleres Element des christlichen Glaubens völlig an den Rand gedrängt und kaum noch wahrgenommen: Die bedingungslose Feindes- und Nächstenliebe, die eigentlich viel "radikaler" ist, gerade heute.
Woran liegt das? Vielleicht weil wir Christen das nicht mehr kompromisslos genug praktizieren? Oder muss man einfach akzeptieren, dass die unterschiedlichen christlichen Themen je nach Zeitgeist an kultureller Relevanz hinzugewinnen oder verlieren?
(
Anmerkung: Das Thema Sex wurde in diesem Blog bisher noch nicht behandelt. Dieser Beitrag ist also quasi ein - leicht konfuser - Tabubruch.)
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