Die Osnabrücker Predigt von Stammapostel Wilhelm Leber und ihre Auswirkungen.
Mit der Öffnung von Sekten und ihrer Hinwendung zur Ökumene ist das so eine Sache. Für Außenstehende ist es ungemein schwierig einzuschätzen, was intern wirklich vorgeht, welche Strömungen die Oberhand im Ringen um Veränderung haben, und wie sehr sich das interne Bild von der externen Darstellung unterscheidet.
Im Zweifel sollte man immer von der Dominanz der Konservativen ausgehen, die meist die stärkere Fraktion ausmachen.
Das ist in vielen Freikirchen so, und in Sekten daher noch viel stärker ausgeprägt. Schließlich ist die Kernlehre der Sondergemeinschaft, die den sektenhaften Charakter in Vergangenheit geprägt hat, meist ein konservatives Dogma aus der Frühzeit der Gemeinschaft, und es hatte viel Zeit sich zu festigen und alle Strukturen und Gedanken zu durchdringen.
So etwas legt man nicht so schnell ab, und es zu verändern braucht viel Zeit und Willen gegen Widerstände anzugehen - und ggf. Spaltungen in Kauf zu nehmen, wie bei den
Adventisten geschehen.
Innerhalb der
Neuapostolischen Kirche (NAK) zeigten sich zu Beginn des Jahres deutliche Anzeichen für einen solchen Willen und einen Aufbruch in Richtung Ökumene. Denn
Stammapostel Wilhelm Leber, höchster Amtsträger der NAK, der weltweit ca. 11 Millionen Mitglieder angehören, davon 377.000 in Deutschland (sehr stark vertreten ist sie in Baden-Württemberg), verkündete einige Lehrkorrekturen.
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