Eingeschlafen als
CVJM-Generalsekretär, aufgewacht als neuer Apostel der Deutschen. Wer dachte,
Ulrich Parzany würde sich nach seinem Ausscheiden aus dem CVJM dem wohlverdienten Ruhestand zuwenden, lag mehr als falsch. Der Mann ist kraftvoller und öffentlichkeitswirksamer am Werk als je zuvor. Als eine Art
Bonifatius des 21. Jahrhunderts versucht er auf vielfältige Art und Weise die vom Glauben abgefallenen Deutschen erneut zu christianisieren.
Und das nicht nur mit
Pro Christ, denn seit dem 23. April predigt er monatlich im Herzen des deutschen Atheismus - in Berlin.
Dort geht er auf Entdeckungsreise, um kirchenfernen Menschen im Auftrag der evangelischen Landeskirche das Evangelium nahe zu bringen und wenigstens eine Berliner Kirche regelmäßig zu füllen.
"
Gottesdienste auf Entdeckungsreise" nennt sich das höchst offene und öffentlichkeitswirksame Eingeständnis des eigenen missionarischen Versagens der Landeskirche.
Sogar die weltlichen Medien nehmen diese Art des Gäste-, Besucher-, Seeker-sensitive-Gottesdienstes wahr (was in vielen anderen Städten Deutschlands nicht selbstverständlich ist). Der Tagesspiegel titelte bspw. "
Evangelische Kirche entdeckt das Show-Geschäft" und erkannte darin auch den vorbildhaften Charakter der Technik- und Show-intensiven Gottesdienste der US-Evangelikalen, der in Freikirchen (und auch in einigen Landeskirchen) seit langem schon üblich ist.
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